Beratungsstelle für alkoholgeschädigte Kinder
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Eine Diagnose ist kein Urteil, sondern der Grundstein der Therapie.

Weil es im Gesundheitswesen vielerorts an Wissen um die Auswirkungen von mütterlichem
Alkoholkonsum in der Schwangerschaft fehlt, werden Kinder mit Fetalen Alkoholspektrum-
Störungen (FASD) von Geburtsmedizinern und Kinderärzten häufig nicht erkannt und bleiben
undiagnostiziert. Ohne Diagnose aber haben diese Kinder keine Chance auf angemessene
Förderung und Therapie. Oft leben Kinder mit FASD in Pflegefamilien oder Heimen, ohne
dass jemand etwas über die Ursache ihrer Beeinträchtigung weiß. Wenn bei Pflegeeltern
oder Erzieher/innen das Verständnis für die mit FASD einhergehenden Einschränkungen
fehlt, stellt dies für ihre Beziehung zu dem Kind eine schwere Belastung dar.

Wird dann bei einem behinderten Pflegekind – oftmals erst nach Jahren vergeblicher
Ursachenforschung – eine vorgeburtliche Alkoholschädigung diagnostiziert, erleben
Pflegeeltern dies zunächst als schweren Schlag. Gleichzeitig berichten sie aber auch
von einer großen Erleichterung, weil die Behinderung nun einzuordnen ist und gezielte
Schritte zur Förderung und Therapie des Kindes unternommen werden können.

Was tut die Beratungsstelle?

Wenn ein Verdacht auf FASD vorliegt, hilft Ihnen unsere Beratungsstelle, zu klären, ob die
Auffälligkeiten des Kindes tatsächlich auf Alkoholmissbrauch in der Schwangerschaft
zurückzuführen sind. Wir klären zunächst die Vorgeschichte ab und analysieren die individuelle
Problematik. Wenn ein begründeter Verdacht auf eine Alkoholschädigung vorliegt, wird das
betroffene Kind zur medizinischen Diagnostik zu einem ausgewiesenen Experten für FASD
weitervermittelt. Diese orientiert sich an neuesten amerikanischen Diagnosestandards
(Four Digit Code nach Astley).

Bestätigt sich der Verdacht, wenden wir im Rahmen der psychologischen Diagnostik verschiedene
Testverfahren an, um Hinweise auf eventuelle Funktionsstörungen des zentralen Nervensystems
zu erhalten.

In der anschließenden Beratung helfen wir Ihnen, Fragen von Therapie, Förderung, Beschulung
und Unterbringung entsprechend der individuellen Problemlage des Kindes bestmöglich zu lösen.
Auch für alle weiteren Fragen, die sich aus der Diagnose ergeben, stehen wir Ihnen zur Verfügung.

Ist bei einem Kind oder jungen Erwachsenen bereits FASD diagnostiziert worden, können wir ein
individuelles Stärken-Schwächen-Profil erstellen, das für die gezielte Förderung von Bereichen
mit Nachholbedarf hilfreich sein kann.

Die Beratung ist kostenfrei, für Gutachten fallen jedoch Gebühren an.
Termine können Sie telefonisch mit uns absprechen.

Wir sind dienstags in der Zeit von 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr und donnerstags von 14:00 Uhr bis 17:00
unter der Nummer 030 / 33 50 52 73 für Sie erreichbar.

Auch wenn Sie außerhalb von Berlin wohnen, sind Sie in unserer Beratungsstelle willkommen.
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