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Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher unserer Internet Seite,
wir möchten Ihnen mitteilen, dass wir die erfolgreiche Arbeit unserer Beratungsstelle für
alkoholgeschädigte Kinder (FASD) zum 31.01.2010 eingestellt haben, die aus unserer
unmittelbaren Arbeit mit diesen Kindern gewachsen ist. Ihre Lebensbedingungen müssen
dadurch, dass ihre Beeinträchtigungen erkannt und anerkannt werden, verbessert werden.
Wir freuen uns über die große Resonanz in Öffentlichkeit und Fachöffentlichkeit und hoffen,
dass unsere Pionierarbeit weitergetragen wird.
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Wir freuen uns gleichzeitig, Ihnen mitteilen zu können, dass die Charitè – Universitätsmedizin Berlin
gemeinsam mit der „Stiftung für das behinderte Kind“ ein Zentrum für Menschen mit angeborenen
Alkoholschäden eröffnet hat. Schwerpunkte sind Diagnostik, Beratung und Prävention.
Betroffene und deren Angehörige können sich an das FASD-Zentrum unter der Telefonnummer
030/ 450 564 107 oder per E-Mail fasd-zentrum@charite.de wenden.
Prof. Dr. H.-L. Spohr erreichen Sie dort unter der Telefonnummer 030/450 564 308.
Ort: Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin.
An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich zunächst bei der Aktion Mensch und dem
Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (DWBO) bedanken,
die unsere Aufbauarbeit im Interesse der Menschen mit Fetalen Alkoholspektrum-Störungen
erst möglich gemacht haben.
Und wir danken unseren vielen „kleinen“ Spenderinnen und Spendern, die zusammen
ganz groß, unsere Arbeit unterstützt haben.
Danken möchten wir auch unseren größeren Sponsoren wie der Allgemeinen
Hospitalgesellschaft,
der Fürst Donnersmarck-Stiftung und natürlich besonders
dem Bundesministerium für Gesundheit,
die unser bundesweit erstes Symposium
zu Fetalen Alkoholspektrum-Störungen
im September 2009, finanziert haben.
Unser ganz besonderer Dank gilt jedoch der Stiftung für das behinderte Kind und
insbesondere Professor J.W. Dudenhausen, der unsere Arbeit im dritten Förderjahr großzügig
unterstützt hat – ohne ihn und die Stiftung hätten wir unsere Beratungsstelle schon
vor einem Jahr schließen müssen.
Mit herzlichen Grüßen an alle, die sich auch weiterhin – so wie wir im Evangelischen Verein
Sonnenhof e.V. – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Fetalen Alkoholspektrum-Störungen
engagieren
Gela Becker-Klinger
Fachl. Leiterin Evangelisches
Kinderheim Sonnenhof
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AKTUELL:
FASD-Stammtisch in Berlin
Wir wollen eine Gruppe gründen für alle, die mit FASD-Kindern zusammen leben.
Geplant sind regelmäßige Treffen zwecks Erfahrungsaustausch, Expertenrunden und gemeinsame Unternehmungen mit den Kindern.
Interessierte melden sich bitte per Mail bei Anka Ziegler:
ankaziegler@gmx.net
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Am 12. September 2009 fand in der Berliner Charité das
1. Internationale Symposium zu Fetalen Alkoholspektrum-Störungen (FASD) statt.
Weitere Infos und das Programm zu der Veranstaltung finden Sie hier.
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Was sind FASD?
Eine der häufigsten Behinderungen in Deutschland
In der Bundesrepublik kommen nach eigenen Erhebungen auf 1000 Geburten schätzungsweise
4-6 Kinder, die an unterschiedlichen Ausprägungen Fetaler Alkoholspektrum-Störungen
(Fetal Alcohol Spectrum Disorders = FASD) leiden. Das wären jedes Jahr schätzungsweise
zwischen 3000 und 4000 Neugeburten. Damit sind FASD häufiger als das Down-Syndrom.
Amerikanische Schätzungen geben die Auftretensrate sogar mit 10 Kindern
auf 1000 Geburten an.
Was ist die Ursache für FASD?
Alkohol in der Schwangerschaft
Chronischer mütterlicher Alkoholmissbrauch kann in der Schwangerschaft Hirnschäden
und Fehlbildungen beim ungeborenen Kind verursachen. Auch geringere Mengen Alkohol,
die im Rahmen des „sozialen Trinkens“ noch als normal angesehen werden, können
während der Schwangerschaft gefährlich sein. Obwohl die Schädlichkeit von Alkohol
in der Schwangerschaft allgemein bekannt ist, verzichten nach Schätzung der Deutschen
Hauptstelle für Suchtfragen lediglich ca. 20 Prozent der Frauen während ihrer Schwangerschaft
gänzlich auf Alkohol.
Was kann man gegen FASD tun?
Beraten, informieren, sensibilisieren
FASD ist nicht heilbar. Die Kinder tragen ihr Leben lang an den Folgen von Alkohol in der
Schwangerschaft. Durch rechtzeitige Diagnose, Förderung und Therapie können
die Auswirkungen von FASD jedoch gelindert werden.
Aus diesem Grund...
– beraten wir Pflegeeltern und Erzieher/innen von FASD-Kindern.
– bieten wir bei Verdachtsfällen eine umfassende medizinische und neuropsychologische Diagnostik an.
– bieten wir psychologische Hilfe für die oft überforderten Betreuer und Pflegeeltern an.
– informieren wir Fachleute über FASD und veranstalten Fortbildungen, damit mehr betroffene Kinder
früher erkannt und behandelt werden können.
– sensibilisieren wir Fachleute für die Besonderheiten von FASD-Kindern, damit sie optimal betreut
und gefördert werden.
Unter ärztlicher Leitung von:
Prof. Dr. H.-L. Spohr
(ehem. Chefarzt der Kinderklinik,
DRK-Kliniken Westend)
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Wissenschaftliche Begleitung:
Prof. Dr. Dr. H.-C. Steinhausen
(Zentrum für Kinder- und Jugend-
psychiatrie, Universität Zürich) |
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